Den Körper lesen und fruchtbare Tage berechnen



Fruchtbare Tage berechnen

Wenn ein Kinderwunsch besteht, ist es durchaus sinnvoll, sich mit seiner Fruchtbarkeit auseinanderzusetzen. Denn möchte frau schwanger werden, ist Timing alles! Es ist ganz einfach und doch so wichtig: Fruchtbare Tage berechnen. Tatsächlich kann eine Eizelle während eines Zyklus nur 12 – 24 Stunden befruchtet werden. Rechnet man dazu noch die Zeitspanne, in der Spermien in der Gebärmutter überleben können, ergeben sich unterm Strich ca. 5 – 6 Tage, an denen eine Frau als hochfruchtbar gilt.


Woher weiß ich, wann ich fruchtbar bin?

Um die fruchtbare Zyklusphase zu bestimmen, gibt es einige sinnvolle Tools wie Zyklusrechner, Zykluskalender oder auch Fruchtbarkeitskalender. Diese gibt es in Form von Apps oder Zykluscomputern. Aber auch diese Helfer sind nur dann nützlich, wenn man sie mit den erforderlichen Daten füttert, die sie benötigen, um die Fruchtbarkeit zu bestimmen.

Aus diesem Grund sollte sich jede Frau mit ihrem Körper, ihrer Fruchtbarkeit und den Symptomen ihrer Weiblichkeit beschäftigen, anhand derer man die fruchtbare Tage berechnen kann. Der weibliche Körper ist ein faszinierender Organismus, der uns Frauen ganz deutlich zeigt, wann wir fruchtbar sind und wann nicht. Kann man diese Zeichen und Symptome deuten, macht es die gezielte Schwangerschaft um einiges leichter.


Wie verändert sich der Körper während des Zyklus?

Die Fruchtbarkeit einer Frau zeigt sich während des Zyklus durch drei sehr eindeutige Zeichen.
1. Veränderung der Konsistenz des Schleims
2. Veränderung der Basaltemperatur (morgendliche Körpertemperatur)
3. Veränderung der Position sowie Beschaffenheit des Muttermunds

Wie dir vielleicht schon aufgefallen ist, verändert sich die Konsistenz und auch die Farbe deines Ausflusses im Laufe eines jeden Zyklus. Das ist der erste Indikator zur Bestimmung deiner Fruchtbarkeit.
Je fruchtbarer du wirst, desto klarer, transparenter, flüssiger und spinnbarer wird dein Ausfluss – das ist der Zervixschleim. Nach dem Eisprung verändert sich der Schleim wieder, wird trockener, dicker und eher weiß.

Zeitgleich verändert sich auch deine Körpertemperatur. In der ersten Zyklushälfte ist die Temperatur niedriger als in der zweiten Hälfte. Ungefähr in der Zyklusmitte sollte ein kurzes Temperaturtief zu sehen sein, auf das ein deutlicher Temperaturanstieg folgt (dein Eisprung!), die Temperatur bleibt dann bis zum Eintritt der Periode im höheren Bereich und fällt erst mit Eintreten der Blutung wieder ab. Der Temperaturanstieg beträgt ungefähr 0,5 Grad.
Die Zeit rund um den Eisprung, den du also an der Temperatur erkennst, ist also auch die Zeit, in der dein Zervixschleim transparent, flüssig und sehr spinnbar ist.

Der dritte Indikator für deine fruchtbare Phase ist dein Muttermund, denn auch dieser verändert sich im Laufe deines Zyklus. Der Muttermund lässt sich ganz leicht ertasten. Er fühlt sich an wie eine Kirsche mit einer Vertiefung in der Mitte („Donut“) oder eine Nasenspitze. Am Anfang des Zyklus sitzt er sehr tief, ragt also tief in die Scheide hinein, und fühlt sich sehr hart an. Vergleichbar mit der „Härte“ der Nasenspitze. Je näher der Eisprung rückt, desto höher wandert der Muttermund und desto weicher wird er auch. In der fruchtbaren Phase fühlt er sich nicht mehr so hart an wie die Nasenspitze, sondern eher so weich wie ein Ohrläppchen.


All diese Beobachtungen können dabei helfen, die fruchtbaren Tage zu ermitteln und somit den Kinderwunsch gezielt anzugehen. Diese Symptome können auch auf einem Zyklusblatt zusammengetragen werden oder auch in einer App oder auch mittels Zykluscomputer. Es lohnt sich also für jede Frau, sich mit den Signalen ihres Körpers zu beschäftigen. Es ist wirklich spannend, diese Veränderungen wahrzunehmen.


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