PMS Völlegefühl

Dieses Phänomen kennt so gut wie jede Frau. Es ist auch nicht zwangsläufig auf einen bestimmten PMS-Typ zurückzuführen, sondern betrifft so gut wie alle von PMS Betroffene. Irgendwie scheint die Verdauung in der Zeit vor der Periode ein bisschen zu lahmen, was sich in verschiedenen Symptomen zeigen kann: Völlegefühl, aufgeblähter Bauch, Durchfall, Blähungen oder auch Verstopfungen.

Es gibt verschiedene Theorien über die Ursachen, woher diese Symptome vor der Regel kommen könnten, und somit auch verschiedene Lösungsansätze. Wer möchte auch schon stinkende Blähungen vor der Periode?  

PMS H Voelegefuehl

Ursachensuche

Die erste übergeordnete Ursache für diese Art der prämenstruellen Beschwerden könnten hormonelle Dysbalancen sein. Diese können sich in vielerlei Symptomen äußern, da sie viele Körperfunktionen beeinträchtigen.

Der Zyklus ist ein ausgefuchstes System, in dem je nach Zyklusphase andere Hormone dominieren. Dieses Zusammenspiel der Hormone funktioniert allerdings nur dann, wenn die Hormone im richtigen Verhältnis zueinander stehen.

In der zweiten Zyklushälfte sollte eigentlich das Progesteron dominieren. Besteht allerdings ein Mangel an Progesteron, so dass das Verhältnis zu Östrogen nicht stimmt, wirkt sich das auch auf die Verdauung aus.

Beispielsweise wirkt sich ein Progesteronmangel negativ auf die Serotoninbildung aus. Da viel Serotonin im Darm verstoffwechselt wird, ist das Ergebnis ein lahmer Darm. Das beschert Frauen beispielsweise Durchfall, Verstopfungen und Blähungen.

Im Umkehrschluss hat man bei zu wenig Progesteron meist auch zu viel Östrogen in der zweiten Zyklushälfte. Das kann die Schilddrüsenfunktion beeinflussen, was dann auch zu Verdauungsstörungen und typischem PMS-Völlegefühl führen kann.

Das mögliche Zuviel an Östrogen kann die Leber überfordern, denn diese darf diesen Überschuss erstmal abbauen. Da die Leber damit sehr beschäftigt ist, kommt die Produktion von Gallensaft eventuell ein bisschen zu kurz. Das führt dazu, dass die Nahrung im Magen nicht so schnell wie gewohnt verarbeitet und zerkleinert wird. Auch das führt unweigerlich zum PMS-Völlegefühl.

Östrogen ist außerdem hauptverantwortlich für PMS-Wassereinlagerungen. Es fördert die Wassereinlagerung in der Haut und im Gewebe, erweitert die Blutgefäße und senkt damit den Blutdruck. Ergebnis: Brustspannen, Gewichtszunahme, Blähbauch.

Ein weiterer interessanter Anhaltspunkt ist, dass sich die Gebärmutter in der Zeit vor der Periode vergrößern kann. Auch das wirkt sich auf die Verdauung aus. Zudem sind Frauen, die während der prämenstruellen Zeit an Heißhungerattacken leiden, ganz besonders häufig betroffen von Verdauungsbeschwerden und Blähungen. PMS und Heißhunger sind eine Kombination, die unweigerlich zu eher ungünstiger Ernährung führt. Schokolade, Chips, Kuchen und Gummibärchen sind eben nicht sonderlich hilfreich.

PMS-Blähbauch was hilft?

Ernährung

Der erste Schritt ist definitiv, Dinge zu vermeiden, die die Symptomatik noch verschlimmern können. Also Finger weg von Zigaretten, Kaffee, Cola und Schokolade. Zusätzlich kann der Verzicht auf schwer verdauliche Lebensmittel (Rohkost, Salate etc.) sehr hilfreich sein. Anstelle dieser Nahrungsmittel lieber leicht verdauliche und am besten warme Speisen verzehren. Auch von Natur aus blähende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Bohnen, Knoblauch oder Lauch sollten in dieser Zeit gemieden werden. Damit klärt sich auch die Frage: PMS-Blähungen, was hilft?

Bewegung

Außerdem kann es hilfreich sein, sich genug zu bewegen. Viel Bewegung hilft dem Darm. Also nach dem Essen gerne mal einen Spaziergang machen. Auch leichte Sportarten wie beispielsweise Yoga können den Zustand verbessern.

bewegung bei PMS

Heilkräuter helfen! 

Heilkräuter, gerade in Form von Tees, werden meist unterschätzt. Gerade für das weit verbreitete Frauenproblem wie PMS gibt es sehr wirksame und effektive Kräuter. Speziell für PMS bedingte Wassereinlagerungen, Blähbauch, Verdauungsprobleme und Blähungen gibt es Hilfe aus dem Kräutergarten. Hier bieten sich beispielsweise Schafgarbe, Frauenmantel, Goldrute, Liebstöckelwurzel und Birke an. Die Kombination aus diesen Heilkräutern wirkt super bei Wassereinlagerungen und jeglichen Problemen mit der Verdauung.

–Dieser Artikel wurde in Kooperation mit Generation Pille verfasst–

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