Unregelmäßiger Zyklus & 4 Tipps einen regelmäßigen Zyklus anzukurbeln



Unregelmäßiger Zyklus

Ein unregelmäßiger Zyklus ist ein Zyklus, der sich in der Länge seiner Tage und der Menstruationsdauer stark unterscheidet. Es kehrt keine Regelmäßigkeit ein und häufig findet kein Eisprung statt. So ist es für die Betroffenen schwer vorauszusagen, wie lang oder kurz er beim nächsten Mal sein wird oder wann die Periode eintritt. Wenn ein Kinderwunsch vorliegt, kann es schwierig werden, schwanger zu werden. Um genauer über die Ursachen, Symptome und Lösungen zu sprechen, sollte vorab noch einiges erklärt werden. Angefangen bei der Frage: Was ist ein Zyklus überhaupt?


Was ist ein Zyklus?

Ein Zyklus ist der Zeitraum zwischen dem ersten Tag der Monatsblutung und dem letzten Tag vor der darauf folgenden Blutung. Der Menstruationszyklus einer Frau beginnt also am ersten Tag einer Blutung. Diese sollte nicht weniger als zwei und nicht mehr als sieben Tage anhalten. Entgegen der vorherrschenden Meinung, ein Zyklus müsste immer eine Länge von 28 Tagen haben, ist eine Zykluslänge zwischen 23 und 35 Tagen völlig normal.

Ein normaler Zyklus verläuft in drei Phasen. Mit dem Beginn der Menstruation startet die erste Zyklushälfte, die Follikelphase. Es folgt die Zyklusmitte, die Ovulationsphase, in der der Eisprung stattfindet. Nach der Ovulation (Eisprung) beginnt die zweite Zyklushälfte, die Lutealphase.

Gerade Frauen, die mal mit der Pille verhütet haben, gehen davon aus, dass ein normaler Zyklus genau 28 Tage hat. Dem ist nicht so. Der 28-Tage-Zyklus ist eine Erfindung der Pharmaindustrie. Ein nicht durch synthetische Hormone gesteuerter Körper weiß nicht, wann 28 Tage vergangen sind.


Ab wann ist es ein Zyklus unregelmäßig?

Zyklusschwankungen von +/- 2 bis 4 Tagen sind völlig normal. Der weibliche Körper richtet sich weder nach Kalendertagen, noch nach einer Atomuhr. Sofern man nicht hormonell verhütet, wie beispielsweise mittels Pille, kann der Zyklus also schwanken. Das ist unbedenklich, so lange es sich in diesem Rahmen hält.

Bei vielen Frauen sind die Schwankungen aber weitaus gravierender. Die unregelmäßige Periode kann nämlich durchaus auch Zyklen von 21 – 60 Tagen bedeuten. Sprich, der Zyklus ist völlig unberechenbar, und es kommt vor, dass die Periode über Wochen und manchmal sogar Monate ausbleibt. Ganz besonders häufig betrifft das Frauen nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel.

Ist man von solch heftigen Unregelmäßigkeiten betroffen, bleibt das meist nicht ohne Symptome. Ein unregelmäßiger Zyklus bringt häufig Beschwerden wie PMS, starke Blutungen, schlimme Menstruationsschmerzen und einen unerfüllten Kinderwunsch mit sich.


Mögliche Ursachen

Es gibt wirklich viele Ursachen für eine unregelmäßige Periode. Das liegt hauptsächlich daran, dass das Zusammenspiel unserer weiblichen Hormone, die den Zyklus steuern, sehr fragil ist. Wir Frauen sind in der Lage, es unbemerkt zu zerstören und so diverse Unregelmäßigkeiten zu bewirken.

Die häufigste Ursache für Zyklusschwankungen ist die hormonelle Verhütung. Verabschiedet man sich irgendwann von Hormonspirale, Pille, Nuvaring und Konsorten, dauert es einige Zeit, bis sich der natürliche Zyklus wieder eingependelt hat. Doch auch ungesunde Ernährung, Über- oder Untergewicht und viel Stress können den Zyklus negativ beeinflussen.

Neben den eher harmlosen Ursachen, gibt es aber auch einige Krankheitsbilder, die einen unregelmäßigen Zyklus bedingen können, wie z.B. das PCO-Syndrom, Erkrankungen der Nebennieren oder der Hypophyse und auch Schilddrüsenfunktionsstörungen. Wenn ein Verdacht auf diese Ursachen besteht, bitte umgehend einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen.



Was kann ich tun?

Zyklus beobachten

Zu allererst ist es sehr hilfreich, deinen Zyklus genau zu beobachten und in einen Zyklus- oder Menstruationskalender einzutragen. Das ist wichtig, um den Überblick zu behalten. So erkennst du auch schnell, ob sich mit den folgenden Tipps etwas verbessert hat.

Gesunde Ernährung

Auch wenn das niemand wirklich gerne hört: Die Ernährung ist enorm wichtig für die Gesundheit und dementsprechend auch für einen regelmäßigen, beschwerdefreien Zyklus. Im besten Fall besteht deine Nahrung zu 80 % aus frischen, regionalen, saisonalen und möglichst unverarbeiteten Produkten. Bei den restlichen 20 % kannst du gerne sündigen.

Reduziere deinen Stress

Bei andauerndem Stress produziert dein Körper Stresshormone. Diese können deinen Zyklus so sehr beeinflussen, dass es sogar zum völligen Ausbleiben deiner Periode kommen kann. Denk also daran, regelmäßig Pausen einzulegen und dir einen Ausgleich zu suchen, wie z.B. Yoga, Meditation, einen netten Spaziergang oder etwas anderes, was dich entspannt.

Sanft regulieren mit Heiltees

Wenn der Zyklus aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann man ihn ganz sanft dabei unterstützen, wieder die richtige Balance zu finden und eine regelmäßige Periode fördern. Das macht man am besten mit den passenden Heilkräutern zur jeweiligen Zyklusphase.

In der ersten Zyklushälfte – der Follikelphase – unterstützt man den Körper mit einer Mischung aus Kräutern, die hormonregulierend wirken und den Eisprung stimulieren. Das sind zum Beispiel Rosmarin, Frauenmantel, Beifuß, Angelikawurzel und Eisenkraut.

In der zweiten Zyklushälfte helfen dann Passionsblume, Frauenmantel, Schafgarbe und Co., den Progesteronspiegel aufrecht zu erhalten und die Menstruation auszulösen.

Diese Kräuter findest du zum Beispiel in unseren speziellen Teemischungen für einen unregelmäßigen Zyklus.


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