Menstruationszyklus – der weibliche Zyklus kurz erklärt



Menstruationszyklus & Zykluswissen

Der weibliche Zyklus ist ein kleines Wunder. Für die meisten Frauen ist er allerdings einfach nur gleichbedeutend mit einem Eisprung und einer sich monatlich wiederholenden Blutung, der Menstruation. Dabei steckt hinter diesem ausgeklügelten System viel mehr.

Der Monatszyklus einer Frau dauert zwischen 21 und 35 Tage. Er beginnt mit dem ersten Tag der Periode und endet mit dem letzten Tag vor der nächsten Periode. Der Zyklus verläuft in drei verschiedenen Phasen: Follikelphase, Ovulationsphase und Lutealphase. Jede dieser Phasen hat einen anderen Sinn und Zweck, wird von verschiedenen Hormonen dominiert und hat einen Einfluss auf unser Befinden.


Die Follikelphase

In der Follikelphase wird der weibliche Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. In dieser Phase dominiert das Östrogen. Es sorgt dafür, dass die Schleimhaut aufgebaut wird, in dem sich – im Falle einer Befruchtung – ein Ei einnisten kann. Der immer weiter ansteigende Östrogenspiegel erreicht seinen Peak ungefähr in der Zyklusmitte und verursacht so den Eisprung. Der Follikel platzt auf und gibt die Eizelle frei, die dann vom Eierstock über den Eileiter in die Gebärmutter gelangt. Mit dem Eisprung, den man auch Ovulation nennt, beginnt die gleichnamige Phase.

Die Ovulationsphase

Der Eisprung findet etwa 14 Tage vor Beginn der nächsten Regelblutung statt. Gleichzeitig öffnet sich der Muttermund ein wenig, so dass Spermien ein leichteres Spiel haben. Dies ist die Zeit, in der Frauen hoch fruchtbar sind. Die Eizelle bleibt nach dem Eisprung zwischen 12 und 24 Stunden befruchtungsfähig.

Die Lutealphase

Aus dem Follikel, der nach dem Eisprung zurückbleibt, entwickelt sich der so genannte Gelbkörper. Er bildet das Hormon Progesteron, das in dieser Zyklusphase dominiert. Zur selben Zeit geht die Produktion des Östrogens zurück. Bei erfolgreicher Befruchtung bleibt der Progesteronspiegel nach der Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter erhalten. Ist das Ei im Eileiter hingegen nicht befruchtet worden, bildet sich der Gelbkörper innerhalb der nächsten zehn Tage zurück und stellt die Progesteronproduktion ein. Die oberen Schleimhautschichten lösen sich ab und die Menstruation setzt ein. Dann beginnt der Zyklus von vorne.


Die Menstruation

Eine Menstruation, Regelblutung oder Periode tritt bei einer jungen Frau das erste Mal zu Beginn der Pubertät ein. Diese erste Blutung nennt man auch Menarche. Anschließend begleitet uns Frauen diese zyklische Blutung  bis in die Wechseljahre.

Die Menstruation ist nicht nur der Anfang eines neuen Monatszyklus und ein Zeichen von Fruchtbarkeit, sondern auch eine monatliche Reflexion deiner Gesundheit.

Was ist eine „normale“ Menstruation? (Menstruation Dauer)

Eine normale, gesunde Regelblutung dauert ca. 4-7 Tage. Bei einigen Frauen kündigt sie sich durch Schmierblutungen oder Tröpfchenblutungen ein paar Tage vorher an. Auch das ist ganz normal, sollte aber nicht länger als 2-3 Tage vor Eintreten der richtigen Periode dauern. Diese beginnt erst dann, wenn dazu auch Hygieneartikel (Tampons, Binden, Menstruationstassen) benötigt werden.  Die Dauer der Regelblutung sollte maximal sieben Tage andauern. Jede Frau empfindet die Periode anders. Es ist normal, sich ein bisschen schlapper zu fühlen als sonst und auch ein leichter Schmerz oder ein Ziehen gehört nun mal dazu.

Was ist nicht normal?

Zu lange oder zu starke Blutungen sind ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Sollte das größte Tampon also nicht mindestens 2-3 Stunden ausreichen, ist die Blutung zu stark. Dauert sie länger als sieben Tage, ist sie zu lang. Außerdem sollten keine größeren Blutklümpchen auftreten. Natürlich können sich immer Gewebsreste mit ablösen, und sind diese sehr klein, ist das auch kein Grund zur Sorge. Sobald diese Klumpen aber größer sind als der Nagel eines kleinen Fingers, zählt das nicht zu einer normalen Periode. Weiterhin sind zu starke Schmerzen, Migräne oder Übelkeit ein Zeichen für ein „Problem“.

Was sind die Symptome einer nicht normalen Regelblutung?

All diese weit verbreiteten Symptome, angefangen bei zu starken Blutungen, zu langer Dauer oder heftigen Schmerzen, sollten bei einer „gesunden“ Periode nicht auftreten. Eine normale Menstruation sollte keine Frau in ihrem Alltag einschränken. Ist das allerdings der Fall, kann das ein Indikator für verschiedene Krankheitsbilder oder Störungen sein.

Die heftigen Beschwerden während der Regelblutung können beispielsweise auf ein Hormonungleichgewicht, schlechte Ernährung, zu viel Stress oder im Zweifel auch für eine Erkrankung wie Endometriose, PCOS oder eine Schilddrüsenfunktionsstörung hinweisen. Selbiges gilt für einen zu langen, zu kurzen oder ganz ausbleibenden Zyklus. Hier empfiehlt es sich, eine Frauenärztin aufzusuchen. Wenn klar ist, was den Beschwerden zugrunde liegt, können eine Behandlung mit Heilpflanzen, eine Ernährungsumstellung und auch eine Reflektion des Lebensstils sehr hilfreich sein.


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